NOVAA

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► 26.04.2020 || 19h || Jaki

Die Zukunft ist jetzt.
Novaas selbstbetiteltes Debütalbum sorgte letztes Jahr für einiges an Lob und Aufsehen, nun erkundet sie auf ihrem neuen Album The Futurist die Zukunft. Oder eher: vergangene Vorstellungen der Zukunft. Einer Zukunft, die eben schon längst hier ist. “Viele Technologien beeinflussen uns stark, aber werden kaum in der Öffentlichkeit diskutiert”, erklärt Novaa. Schon früh an futuristischen Themen interessiert, fragt sie ihren Bruder – einen Physiker – immerzu nach neuen Entwicklungen in der Technik und über physikalische Gesetze aus, sie verschlingt Podcasts, Dokumentationen und Bücher über Uto- und Dystopien. „Ich wollte komplizierte Sachverhalte verständlich und emotional ausdrücken”, erzählt sie. Das Ergebnis: The Futurist. Dessen acht Songs sind mehr als nur großartige Popsongs einer talentierten jungen Musikerin, sie sollen ein Ausgangspunkt für Diskussionen sein. “Ich will die Konzepte, die ich in den Songs thematisiere, nicht bewerten”, stellt Novaa klar, “die Songs sind neutral. Ein Start für Gespräche.” Gespräche, die wir dringend führen sollten.

The Futurist behandelt Konzepte wie künstliche Intelligenz, zum Beispiel auf “AI Am in Love”, der erste Song auf dem Album und auch dessen erste Single. “Es geht darum, sich in eine Künstliche Intelligenz zu verlieben”, sagt Novaa. Ein Thema, das auch schon in der Filmwelt öfters durchdekliniert wird. Und das auf die ein oder andere Art viele schon heute erwischt – man denke an das Suchtpotential von Social Media, an Phänomene wie Catfishing oder neue AI-Technologien wie Amazons Alexa. Für das dazugehörige Video (man denke sich Die fabelhafte Welt der Amélie in Science Fiction) schrieb Novaa das Drehbuch selbst und führte auch Regie – wie schon bei ihrem Debüt nimmt sie die Dinge selbst in die Hand und erschafft damit ihren ganz eigenen Kosmos.

Mit The Futurist hat die erfahrene Produzentin dieses Rad nochmal ein Stückchen weitergedreht. “Ich habe bei der Arbeit an diesem Album so viel Neues über Produktion gelernt”, berichtet sie. Trotz der Bandbreite an Themen, die sie auf den einzelnen Tracks erkundet, tragen die Songs die gleiche Handschrift. Keine einfache Aufgabe, hört man das weite Spektrum an Soundwelten auf dem Album.

“Ur Drones” zum Beispiel entstand während einer Panikattacke, eine beruhigende, zarte Mediation über Überwachung, aber auch über Beunruhigung und Druck. “Elon” dagegen, tatsächlich von Elon Musk inspiriert, entwickelt sich in eine tanzbare Popnummer, voller Hoffnung in die Zukunft. Das Album

endet mit dem neuesten Track, den Novaa für The Futurist geschrieben hat, “In Vitro”. Eine akustische Gitarre eröffnet den Song, gefolgt von übereinander gelegten Vocals, die einen ätherischen Raum erschaffen, der sich irgendwo zwischen Radiohead “Exit Music (For a Film)” und einer Brücke ins Unbekannte aufspannt.

Was bleibt? Mit The Futurist beweist Novaa erneut ihr immenses Talent und ihre künstlerische Vision. The Futurist, das sind zehn Songs, die uns in die Zukunft tragen. Eine Zukunft, die längst zur Gegenwart geworden ist.

Sonntag
26.04.20

Einlass: 19:00 Uhr


Venue: Jaki